Sonntag, 6. Januar 2013

11. Kevelaer Marathon

Kevelaer Marathon, 3:35:17 (netto) = 5,06 Min / Km
13. M40 von 33, 59. M von 263, Gesamt 63. von 306
Nach mehr als zwei Monaten unfreiwilliger Wettkampfpause stehe ich endlich wieder am Start. Und die äußeren Bedingungen sind sehr gut. Kein Regen, kaum Wind und Temperaturen knapp unter neun Grad. Und das im Januar.
Zweimal bin ich schon in Kevelaer gelaufen, letztes Jahr habe ich hier meine noch gültige persönliche Bestzeit aufgestellt. Dieses Jahr ist aber die Strecke ans anderer Stadtende verlegt worden. Sonst ist alles wie gehabt: 7 Runden mit Pendelstrecke.
Was für eine Woche: Schon über 100 km auf der Uhr und dann noch einen Wettkampfmarathon. Aber es geht mir gut und ich nehme mir vor, Gas zu geben. Schließlich ist die Strecke flach und schnell.
Doch dann passierts. Als ich meine Hokas vor dem Start zuschnüre, reisst der Senkel. Na klasse, die Senkel meiner anderen Schuhe mit denen ich hergekommen bin, sind an den Enden ausgefranst, die bekomme ich nicht durch die Löcher. Also muss ich am rechten Schuh die oberen beiden Löcher auslassen und aus dem Rest einen festen Knoten bilden. Es klappt und während des Laufs merke ich nichts mehr davon.
Und noch etwas mache ich heute falsch. Ich will mich nicht voher warmlaufen, sondern die ersten zwei Kilometer dazu nutzen. Also stelle ich mich relativ weit hinten an den Start. Das hat zur Folge, dass ich die ersten zwei Kilometer in nur in 10:40 Min. laufe. Danach werde ich bis Kilometer 30 immer unter 5 Min/Km bleiben.
Die erste Runde also dient zum Kennenlernen der Strecke. Nach dem Pendelstück von ca. 700m geht es links ab in Richtung eines kleinen Wäldchens. Hier bläst ein leichter Wind entgegen. Später wird er auf diesem Stück gefühlt immer stärker. Danach führt die Strecke die nächsten zwei Kiometer ganz leicht wellig immer wieder durch kleine Wäldchen und an Feldern entlang. Kurz nach Kilometer drei steht ein Verpflegungsstand. Hier nehme ich in jeder Runde einen Becher warmen Tee und ein Stück Banane. Dann werden wir zurück auf die Straße geführt, von der wir nach 700m abgebogen sind. Nach ca. einem Kilometer kommen wir wieder an dieser Abzweigung vorbei und laufen auf dem Pendelstück. Kurz vor der Wende ist der zweite Verpflegungsstand. Dort nehme ich mir in jeder Runde einen Becher Cola. Die gesamte Strecke ist asphaltiert.
Es lief sich gut. Die Strecke hat wohl ein paar Höhenmeter mehr als die alte, aber für mich war sie flach. Ich lief die Kilometer konstant in ca. 4:50 pro Minute. Bis Kilometer 25 war alles gut, dann merkte ich langsam mein Wochenpensum. Bis Kilometer 30 konnte ich das Tempo noch halten, dann wurde ich langsamer. Hochgerechnet lag ich zu diesem Zeitpunkt bei unter 3:30h. Das Ziel habe ich immer noch vor Augen. Mir war aber klar, dass es nicht mehr reichen würde, aber meine Bestziet könnte noch möglich sein. Also versuchte ich weiter Druck zu machen. Eine Blase am linken großen Zeh fing an zu schmerzen, aber irgendwas ist ja immer. Als es dann auf die letzte Runde ging war ich ziemlich platt. Trotzdem wollte ich weiter durchziehen, wozu hab ich sonst die letzten drei Stunden so Gas gegeben? An der letzten Verpflegung habe ich dann gehend den Tee getrunken, wodurch ich eine 5:58 Min. für den Kilometer 40 kassierte. Das war dann der dritte Fehler des Tages. Ich versuchte zwar nochmal alles auf dem 1,5km langen Zielstück, doch es reichte nicht mehr ganz, 18 Sekunden fehlen.
Aber das ist mir im Grunde sowas von egal, mit der Zeit bin ich mehr als zufrieden, zweitbeste Zeit ever in einer Rekordkilometerwoche. Wieder ein prima Start ins Laufjahr.

Kommentare:

  1. Na dann mal Glückwunsch zum Jahresstart-Marathon!
    Alles Gute und vor allem Gesundheit für 2013!

    AntwortenLöschen
  2. Grüße an deinen großen Zeh ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Glückwunsch und bleib verletzungsfrei in 2013!

    AntwortenLöschen