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Sonntag, 9. September 2012

P-Weg Marathon 2012

P-Weg Ultra, 67k, 7:36:06 = 6,48 Min / Km
6. M35 von 8, 29 M. von 63, Gesamt 32. von 75
Beim P-Weg hab ich es genauso gemacht wie beim Röntgenlauf: Vor zwei Jahren den Halbmarathon, letztes Jahr den Marathon und dieses Jahr den Ultra.
Der Ultra startete um 7.30 Uhr in Plettenberg, nach den letzten 6.00 Uhr Starts also fast schon eine humane Startzeit. Ich musste erst um 5.00 Uhr raus aus den Federn...
Trotzdem brauche ich um diese Zeit immer erst ein paar Kilometer um richtig wach zu werden. So kam mir diesmal entgegen, dass es zunächst die ersten zwei Kilometer stramm bergan ging. Im Übrigen sind die ersten 31 km identisch mit der Marathonstrecke.
Ich trottete also irgendwie den ersten Berg hoch und musste oben dann feststellen, dass aus der dort sonst anzutreffenden lila Kuh ein grüner Bär(?) geworden ist. Dafür waren Kuhglocken am Rundbogen aufgehängt, die man beim Durchlaufen durch anstossen zum Läuten bringen konnten. Habe ich in meinem Tran aber gar nicht richtig registriert und deshalb auch nicht gemacht.
Weiter gings dann runter in den kleinen Ort Pasel, wo sich der erste Verpflegungspunkt befand. Gleich danach kommt der nächste stramme Anstieg, den ich diesmal zu 80 % gegangen bin. Als dann ein Fahrzeug hinter mir auftauchte, dachte ich schon, gleich vom Besenwagen eingesammelt zu werden. Aber es waren nur die Sanis, die einmal durchs ganze Feld fahren mussten.
Oben dann der nächste Verpflegungspunkt, hier wurden u.a. Knöterichpastillen angeboten. Die habe ich aber dankend abgelehnt. Eine Weile führt die Strecke dann auf der Höhe durch den Wald, vorbei an der nächsten Verpflegung, bevor es dann lang und steil runter zur Lenne geht. Hier oben kann man heute die Fernsicht genießen, sobald man über eine freie Fläche läuft. Allerdings müssen andere unbedingt während des Laufs die Strecke mit schweren Baumfällgerät blockieren und sich unbeliebt machen.

Nach dem langen und steilen Bergabstück runter zur Lenne wirds für die nächsten fünf Kilometer nun flach. Wir laufen wieder über das Gelände des Altenheims und winken den Alten, die uns vom Balkon anfeuern zu. Nur durchs Freibad Aqua Magis werden wir diesmal nicht geführt. Die P-Weg Brücke wird deshalb auf dem Parkplatz für uns aufgebaut und wir laufen drüber und bieten ein tolles Fotomotiv.
Die Sonne knallt hier auf dem Lenneradweg genauso wie letztes Jahr und ich trinke an den Verpflegungsstellen ab jetzt immer einen Becher Cola und einen Becher Wasser. Dazu esse ich immer eine der angebotenen Leckereien.
Dann lassen wir irgendwann die Lenne rechts liegen, um die nächsten Kilometer im Schatten zu laufen, allerdings verläuft die Strecke nun stetig ansteigend. Ich habe mir vorgenommen, diesmal mindestens bis zur Straße durchzulaufen. Letztes Jahr war ich hier schon platt. Diesmal hatte ich aber genug Reserven, wie sonst hätte ich den Lauf auch anders finishen können? Die ersten Marathonläufer überholten mich nun. Der Marathonstart war eine Stunde nach unserem, ich hätte damit gerechnet früher als erst nach 27 km eingeholt zu werden.
Oben an der Straße musste ich kurz warten, zu viel Autoverkehr. Den anschließenden Schweinebuckel bin ich natürlich gegangen. Viel los war zu diesem Zeitpunkt um mich herum schon lange nicht mehr. Jeder lief sein Tempo und die Platzierungen standen quasi schon fest.
Kurz darauf kam dann die Streckentrennung und für mich damit Neuland. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch ganz gut und lief den letzten Rest des Anstiegs durch. An der Wiehard dann der nächste Verpfelgungspunkt. Von hier an ging es nun wieder die ganzen gewonnen Höhenmeter runter nach Hüinghausen. Dort wurden wir Läufer elektonisch erfasst und üppig verpflegt. Als ich allerdings sah, wie ein Läufer Salz in seine Cola streute, konnte ich nicht mehr vor lachen. Sein kurzer Kommentar dazu: "Das schmeckt zwar scheiße, aber es hilft!" Na dann Prost!
Nach Querung der Landstraße galt es nun erstmal zwei kurze aber giftige Anstiege zu nehmen. Ich hatte ja wieder keine Ahnung, wie die Topographie im weiteren Verlauf aussieht. Als der Weg dann aber wieder in den Wald führte und ich wieder den Kopf in den Nacken legen musste, um zu sehen, wo er uns hinführt, bin ich automatisch in den Gehschritt gefallen. Der Anstieg zog sich nun sehr in die Länge, und als man aus dem Wald rauskam, war immer noch Anstieg übrig. Sah fast aus wie in der baumlosen Zone in den Alpen... Oben wurden wir dann aber wieder mit einem herrlichen Ausblick belohnt.


Lange genießen konnte ich diesen Blick leider nicht, denn es ging sofort wieder runter, und wie! Der Weg war nur eine von Mountainbikern gezogene Rinne im Stoppelgras und entsprechend zu laufen. Dazu mir natürlich wieder viel zu steil, um es rollen zu lassen.
Nachdem wir dann halb um die Oesertalsperre geführt wurden, durften wir uns des nächsten langen Anstiegs erfreuen. Am Campingplatz bin ich noch an einem Wanderer vorbeigelaufen, der mir nun am Anstieg Druck von hinten machte. Ich bin gerade mal so noch vor ihm an der Verpflegung bei ca. km 42 angekommen. So langsam war ich auch platt, es war mal wieder viel zu warm, zu lang und zu steil und überhaupt...
Und wenn Du dann oben auf der Höhe läufst, und da stehen drei Streckenposten, und jeder hat eine Kanne Warsteiner in der Hand...
Jedenfalls sollte es das mit den langen Anstiegen gewesen sein. Jetzt ging es erstmal leicht wellig weiter. Hier oben hatten wir uns beim Biggesee-Marathon im Juni alle verlaufen. Diesmal war der Weg deutlich markiert.
Nur die Kilometerangeben wurden jetzt verwirrend: 200m nach dem 55km Schild kam schon die Verpflegungsstelle km 58. Und 2,5 km nachdem man über eine auf dem Boden gesprühte 60 Km lief kam das Schild mit der gleichen Angabe.
Das war nun aber auch alles ziemlich egal, denn nachdem ich mir mein Finishershirt nochmal angesehen hatte (denn auf diesem ist das Höhenprofil aufgedruckt) wusste ich, dass es jetzt nur noch runter bis nach Plettenberg geht.
In Plettenberg waren dann noch ein paar hundert Meter bis zum Ziel zurückzulegen, ein Triumphlauf durch die Zuschauermassen.
Dann hatte ich es geschafft, wieder ein super Lauf, mit der Zeit bin ich auch zufrieden. Bis zum nächsten Mal!

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