Trollinger Marathon, 3:49:28 (brutto) = 5,26 Min / Km
29. M 35 von 48, 233. M von 464, Gesamt 253. von 533
Regen beim Start in Heilbronn. Es ist grau und trüb. Eigentlich ideales Marathonwetter. Ich laufe locker los, will heute wieder mal sub 4 Stunden laufen. Bis zum ersten Anstieg in Flein trotte ich so vor mich hin, dort genieße ich dann die Aussicht. Überall Weinreben um mich herum. Und schon sind die ersten 10 km vorbei: knapp über 56 Minuten. Ja, das Tempo passt. Jetzt gehts den ganzen Berg wieder runter und nach einer folgenden Rampe wirds flacher. In Lauffen sehe ich diesmal auch das Hölderlin-Kunstwerk, das mir letztes Jahr unerklärlicherweise entgangen ist. Ohne Probleme erreiche ich Meimsheim. Hier ist die Hälfte geschafft, für mich diesmal nach etwas mehr als 1:56 h. Ich beschließe etwas schneller zu laufen, will einen negativen Split schaffen. Irgendein Ziel muss man ja haben... Inzwischen hat es aufgehört zu regnen, dafür spürt man nun aber einen leichten Gegenwind. Die nächsten Hügel Richtung Neipperg komme ich locker hoch, dann gehts schon zurück nach Heilbonn, nun mit dem Wind im Rücken. Jetzt kommt sogar mal die Sonne raus, es wird warm. In Nordheim gibts nochmal einen knackigen Anstieg. Deswegen esse ich vorher noch ein Traubenzucker und spül ihn mit einem Schluck Cola runter. Der Anstieg ist schnell geschafft, jetzt gehts wieder runter und dann kommen die Halbmarathonläufer auf die Strecke. Es wird zwar ziemlich voll, ich komm aber recht gut durch die Masse durch. Die letzten zwei Kilometer ziehe ich noch einen Schlusssprint an. Dann ist es schon wieder geschafft. Im Ziel herrscht allerdings eine riesen Gedränge, weil tausende Halbmarathonläufer gleichzeitig mit den Marathonläufern ankommen. Die Getränkestände sind restlos überlastet und an ein Finisherbier brauche ich gar nicht zu denken. Hier könnte der Veranstalter mal darüber nachdenken, die Zielankünfte zeitlich zu entzerren.
Bericht von 2011
Bericht von 2010
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Montag, 7. Mai 2012
Montag, 16. Mai 2011
11. Heilbronner Trollinger-Marathon

Trollinger Marathon, 3:44:27 = 5,19 Min / km
21. M 35 von 45, 197. M von 483, Gesamt 218. von 572
Nachdem ich letztes Jahr in Heilbronn den Halben gelaufen war, stand fest, dass hier auf jeden Fall auch der Ganze gelaufen werden muss. So stand ich also um 8.45 Uhr am Start und zwar ganz hinten im Feld. Ich musste erst einmal testen, was mein Bein macht. So lief ich ganz auf das Bein konzentriert los und hätte dabei fast vergessen, meine Uhr zu starten. Die Achillessehne zwickte zwar ein bisschen, aber nicht so, als dass ich dadurch in Probleme kommen sollte. Das Knie machte sich zwar zwischendurch auch immer wieder bemerkbar, aber auch das war gut auszuhalten.
Ich ging es moderat an, in der Hoffnung, das Tempo über die ganze Distanz durchhalten zu können. Bei meinem letzten (gefinishten) Marathon in Kevelaer wurde ich ab Kilometer 30 immer langsamer, das wollte ich heute vermeiden.
Das Wetter war ideal, am Start knapp über 10 Grad und leicht bedeckter Himmel.
Die ersten 11 Kilometer der Strecke sind mit dem Halbmarathon identisch, deshalb wusste ich schon, was da auf mich zukommt. Bei Kilometer 8 bis 9 gibt es einen Anstieg in einem Weinberg, den man aber gut laufen kann. Hier stehen auch schon um die frühe Zeit die ersten Zuschauer und feuern kräftig an. Nach einem darauf folgenden Bergabstück zwickte die Achillessehne doch wieder stärker, aber zum Glück kam sofort wieder ein kleiner Anstieg, wo sich das rauslaufen ließ. Nun ging es wieder Richtung Neckar nach Lauffen. Dort gibt es eine schöne Burgruine mit zwei Burgfrieden zu sehen (Stauferisch - das heisst, erbaut haben die Burg die Grafen von Lauffen, doch als Poppo von Lauffen keinen männlichen Nachfolger gezeugt hatte, starben diese aus und den Staufern fiel die Burg dann zu). Angeblich soll da auch noch ein großes Hölderlindenkmal, das nicht zu übersehen ist rumstehen, ich habs aber nicht gesehen...
Dafür konnte ich mich nun immer weiter im Feld vorarbeiten, da ich mein Tempo noch immer halten konnte. Die Strecke führte nun überwiegend leicht ansteigend weiter. Etwas nervig war der doch recht kräftige permanente Gegenwind, aber der würde sich dann später in Rückenwind wandeln, was ja auch nicht schlecht war. Das Rennen verlief dann für mich weiter ohne besondere Vorkommnisse. Ich hatte schon vor dem Lauf und dann ab der Verpflegungsstelle bei Kilometer 10 Bananen gegessen. So müsste es auch auf anderen Veranstaltungen sein: Schon ab der ersten Verpflegung Bananen anbieten, denn wenn ich erst nach 20 Kilometern eine Bananen esse, wirkt die erst, wenn ich schon im Ziel bin. Ich hatte keinen Einbruch und keine Krise, sondern konnte den Lauf und die Gegend genießen. Ab Kilometer 31 ging es dann mit Rückenwind längere Zeit bergab, was dazu führte, dass ich zwischenzeitlich daran dachte, persönliche Bestzeit laufen zu können. Aber ich wollte auch nichts übers Knie brechen und außerdem ging es noch einmal einen längeren und steileren Anstieg hoch. Dann bei Kilometer 38 der Schock: Die Halbmarathonis stießen dazu. Ich wusste zwar schon vorher, dass dort die Strecke wieder zusammengeführt wird, aber wenn man 3 Stunden lang für sich vor sich hin trotten kann und auf einmal mit mehreren Hundert zusammen weiterlaufen muss, ist das erst einmal eine Umstellung. Ich traf dann auf die Läufer, die ca. 2:10 Stunden für den Halben brauchten. Mir kam es so vor, als müsse das das Gros der Teilnehmer sein. Jedenfalls war die Strecke verstopft, überholen trotz der breiten Straße mühselig und ich dadaurch einigermaßen angenervt. So habe ich dann aber auch die letzten Kilometer ohne langsamer zu werden hinter mich gebracht und bin zufrieden ins Ziel gelaufen.
Fazit: Man sollte den Halben auslassen und gleich den Ganzen laufen, es lohnt sich wirklich.
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